Diese Brasserie ist für ganz viele eine Ikone unter den Pariser Lokalen! Alles begann bereits 1927, da war der Stadtteil Montparnasse bei Malern, Musikern und Literaten äußerst beliebt. Angeblich wurden bei der Eröffnung über 1.000 Champagner-Flaschen entkorkt. Das beliebte Restaurant hat bis heute eine illustre Gästeschar zu bieten, und so saßen bereits Joséphine Baker, Henry Miller, Simone de Beauvoir und Albert Camus auf den gepolsterten Stühlen und Bänken; der Innenraum ist überaus geräumig und überzeugt mit stilvoller Ausstattung à la Art déco.
Dies war mein zweiter Besuch und ich bin erneut begeistert. Der Service war durchweg aufmerksam und freundlich, sogar etwas witzig. Auf der Speisekarte findet man französische Klassiker wie gegrillten Hummer mit Sauce béarnaise (Foto), Filetsteak oder Meeresfrüchte auf einer Plateau Royal. Diesmal gabs für mich, nach einem Glas Champagner, die beliebten Moules-frites, also Miesmuscheln mit Pommes frites. Die etwas ungewöhnliche Kombination ist besonders in Frankreich und Belgien sehr beliebt; dafür werden frische Muscheln in einem Sud aus Weißwein (hier sogar Chablis), Gemüse und oftmals etwas Sahne gedünstet. Serviert wird das Ganze recht rustikal in dem obligatorischen schwarzen Topf. Den süßen Abschluss machte ein Törtchen aus Erdbeere, Rhabarber und weißer Mousse au Chocolat – all das war sehr schmackhaft und stilvoll angerichtet sowie serviert – volle Punktzahl!
Essen: 5 | Service: 5 | Ambiente: 5 (maximale Bewertung: 5 Sterne)
