25. Mai 2025

Elsass für Genießer

Das Elsass hat bekanntlich viel zu bieten, insbesondere kulinarisch. Gleich hinter der Metropole Straßburg, die noch nah an der deutschen Grenze liegt, beginnt die Umgebung ländlicher und idyllischer zu werden. Tipp: Mit dem Auto unbedingt die Landstraßen verwenden, so sieht man viel mehr und wird, trotz manchmal unklarer Beschilderung, oft positiv überrascht!  

Im Ort Marlenheim beginnt „offiziell“ die Route des Vins. Und es lohnt sich natürlich den lokalen Wein zu kosten, zum Beispiel einen Riesling oder Pinot blanc, also Weißburgunder. Vielleicht zusammen mit einem typischen Flammkuchen, der eher als rustikaler Snack daherkommt: Rahm, Zwiebeln und Speck werden auf einem dünnem Teigboden schön knusprig gebacken; für mich gerne mit ein paar dunklen Stellen, aber natürlich nicht verbrannt.

Nach Rosheim (dort habe ich das Foto aufgenommen) und einem wunderbaren Ausflug auf den „Odilienberg“, wo man vom ehemaligen Nonnenkloster den Blick auf die Vogesen genießen und zu malerischen Burgruinen wandern kann, ging es nach Molsheim. Dort konnte ich endlich das Choucroute probieren, das in Wein gekochte Sauerkraut. Für mich in der weniger populären Kombination mit Fisch, Garnele und Kartoffeln, jener gelungenen Alternative, wenn man auf Schweinshaxe und Co. verzichten möchte.

Am nächsten Tag ging es in Straßburg in ein wunderbares Café, das ich schon von meinem Besuch im letzten Jahr kannte, ins „Sébastian“, wo Namensgeber Sébastian Gillmann kleine Kunstwerke in der Patisserie kreiert. Bei Kaffee und Tee (in meinem Fall gerne Earl Grey), kann man herzhafte Quiches sowie erstklassige Törtchen und Gebäck genießen. Das ansprechende Ambiente überzeugt mit warmen Beige- und Brauntönen – und man sitzt innen oder außen in bester Lage, nah am Wasser mit Altstadt-Blick, was will man mehr?

Sébastian, 20 Quai des Bateliers, 67000 Strasbourg, Frankreich (keine Website).