12. April 2026

Grasse, Antibes, Monaco

Im zweiten Teil des Blogs soll es um weitere Impressionen sowie kulinarische Empfehlungen und Tipps von der Côte d’Azur gehen.

Sehenswert finde ich auf jeden Fall das Städtchen Grasse, das vor allem für seine Parfümherstellung berühmt geworden ist, nicht zuletzt durch den weltbekannten Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind. In Grasse kann man durch die engen Altstadtgassen schlendern und bekannte Parfümhersteller (kostenlos!) besuchen, das ist interessant und lehrreich zugleich.

Im schönen Ferienort Antibes, der auf einer Landzunge zwischen Cannes und Nizza liegt, konnte ich ein authentisches Mittagessen genießen. In einer Brasserie in der Altstadt habe ich das Tagesgericht (plat du jour) bestellt und wurde nicht enttäuscht: Dorade mit Ofenkartoffel, Salat und Beurre blanc (Weißwein-Buttersoße). Dazu gehörte noch ein kleines Dessert; ich nahm das Schoko-Mousse, das allerdings ein Instant-Produkt war, und sowas in Frankreich! Aber das muss man mit Humor nehmen. Auf dem Platz vor dem Lokal schmetterte zu dem Vorfall ein Sänger das Chanson „Méditerranée“ – natürlich im Ringelshirt und mit Akkordeon, das hob schlagartig die Stimmung. In Antibes ein Muss: Das Picasso-Museum, in einer alten Burg direkt am Meer. Großartig!

In Nizza habe ich sogar einmal Crêpe bestellt, mit Zitrone und Butter, das war lecker (siehe Foto). Dazu gabs – nicht ganz stilecht – einen Limoncello-Spritz. Natürlich harmonierte aber die Zitrone sowie die Nähe zu Italien, das nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Natürlich gabs auch einen Abstecher nach Monaco. Das einstige Piratennest mauserte sich über die Jahrhunderte zur Steueroase für die Reichen und die Schönen dieser Welt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Star-Patissier Cédric Grolet hier eine Filiale betreibt. Im ehrwürdigen „Hôtel de Paris“ hat er ein eigenes Café und serviert u.a. seine – durchs Internet populär gewordenen – „Früchte“ aus Schokolade, Mousse und Kompott. Das kann ich hier nur stark verkürzt darstellen. Diese kleinen Wunderwerke der Konditorkunst kosten „außer Haus“ zweistellige Summen, mit normalem Kuchenstücken oder Törtchen hat das natürlich nichts mehr zu tun.

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf den lokalen Weinbau eingehen. Hier trinkt man ganzjährig Rosé, gerne einen Côtes de Provence, zunehmend auch aus Bioproduktion. Ein alter Freund von mir, der schon lange hier lebt, sagte zu mir: Rosé ist was für Touristen. Ich bin mir da gar nicht so sicher. Vive la France!