In der Marburger Oberstadt gibt es schon seit sehr vielen Jahren ein klassisches Kaffeehaus. Genauer gesagt seit 1908! Das „Café Vetter“ war und ist ein beliebtes Ausflugslokal in malerischer Kulisse und überzeugt gleich auf mehreren Ebenen: Zum einen gibt es eine große Auswahl an hausgemachten Kuchen und Torten; dieses Angebot wird durch Kleingebäck und Pralinen ergänzt, empfehlenswert sind u.a. die leckeren Baumkuchenspitzen. Zum anderen gibt es einen großen Gastraum mit kleiner Bühne, eine Sommerterrasse und einen historischen Wintergarten, in dem man wunderbar auf die Unterstadt blicken kann.
Seit 2004 hat Axel Vetter den Betrieb in eine Stiftung überführt – so entstanden neue, inklusive Arbeitsmöglichkeiten. Laut Website arbeiten hier Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam, um eine warme und behagliche Atmosphäre zu schaffen – das kann ich nur unterstreichen. Allerdings muss man dafür auch etwas Zeit und Muße mitbringen, aber das ist völlig okay!
Ich war hier schon öfter und kann daher auch die Frühstückskarte empfehlen, z.B. mit einer Kombination aus Joghurt, frischen Früchten, Granola sowie Vollkornbrot und Avocadocreme. Bei meinem letzten Besuch genoss ich am Nachmittag ein leuchtend grünes Törtchen aus Pistaziensahne, Kirschen und Schokoboden (siehe Foto). Dazu gabs einen schwarzen Bio-Tee von Schlürf, ebenfalls ein innovatives Unternehmen. Und natürlich habe ich dabei wieder die Aussicht auf mich wirken lassen. Ein Besuch im „Café Vetter“ ist auf jeden Fall ein Erlebnis.
Essen: 5 | Service: 4 | Ambiente: 5 (maximale Bewertung: 5 Sterne)