4. August 2024

Cream Tea

Was trinkt man bei Stress? Eine Tasse Tee. Und was zur Freude? Einen Tee. Tee geht immer. Zumindest im Vereinigten Königreich. Die Verbindung zu dem aromatischen Heißgetränk entstammt einer langen Tradition, denn bereits im 17. Jahrhundert wurde Tee nach England importiert. Das Thema verdient aber mehr Aufmerksamkeit und soll an dieser Stelle nicht vertieft werden. Darauf einen Tee!

Heute geht’s um einen englischen Klassiker, der ursprünglich aus den Grafschaften Devon und Cornwall kommt, den bekannten und beliebten cream tea. Und dieser überzeugt durch seine klassische und zeitlose Kombination aus Scones, Rahm, Konfitüre und Tee! Aber eins nach dem anderen. Als scones bezeichnet man ein süßes Gebäck, das meist mit Buttermilch und Backpulver hergestellt wird, also kein Hefeteig ist. Bei uns gibt es Rosinenbrötchen – allerdings sind die kein authentischer Ersatz; zur Not kann man sich aber damit behelfen, finde ich. Ein Scone gibt’s in mehreren Varianten, süß sowie herzhaft, am populärsten sind jedoch fruit scones (mit Rosinen).

Auf das in der Mitte geteilte Gebäck streicht man den kompakten Rahm (55% Fett!), der als clotted cream bezeichnet wird. Die Masse wird durch Erhitzung aus frischer Kuhmilch erzeugt und muss bei uns in der Regel durch andere Produkte ersetzt werden, z.B. durch Creme Double. Ein Tipp von mir: 125 g zimmerwarme Butter mit dem Rührgerät weiß-schaumig aufschlagen, das dauert etwa 5 Minuten, bringt aber ein gutes Resultat. Darauf kommt Erdbeer-Konfitüre bzw. Fruchtaufstrich. Über die Reihenfolge, was zuerst auf dem Scone landet, diskutieren die Erfinder noch heute. Erlaubt ist, was schmeckt. Dazu reicht man – na, was wohl: Tee! Eine Breakfast-Mischung oder ein Earl Grey passen perfekt – die Briten nehmen gerne noch Milch, Sahne oder gar Zucker – das ist mir zu viel, ich mag ihn „plain“.